Therapiemöglichkeiten und Behandlung
Auch einige andere, zum Teil wesentlich kompiziertere, ernsthaftere Erkrankungen, etwa Herzprobleme, identische Symptome wie GERD aufweisen ist es in jedem Fall erforderlich, einen Arzt zu Rate zu ziehen, der dann genau beurteilen kann, um welche Erkrankung es sich tatsächlich handelt.
Zunächst wird der behandelnde Arzt vermutlich eine Magenendoskopie in die Wege leiten um einen Einblick in das Innere des Magens zu bekommen. Desweiteren kann der Säuregehalt des Magens bestimmt werden. Sollte es notwendig sein, kommen auch noch einige andere Untersuchungen in Betracht, etwa das Röntgen des Magens sowie der Speiseröhre oder ein EKG.
Im Laufe einer Therapie sollte es zu einer Veränderung verschiedenert Lebensgewohnheiten, vor allem den Speiseplan betreffend, kommen. Verschiedene Lebensmittel sollten reduziert, bzw. garnicht mehr konsumiert werden: Alkohol, Schokolade, Koffein, Nikotin, kohlensäurehaltige Getränke, fettige oder würzige Nahrung, Zwiebeln, Pfefferminze, Zitrusfrüchte, Tomaten und ihre Nebenprodukte. Auch die Portionsmengen sollten reduziert werden und das Essen an sich verlangsamt, um so den Druck auf den Magen zu verringern und für Entspannung zu sorgen.
Mit einigen Änderungen seiner Schlafposition kann der Patient sich außerdem zusätzlich einige Linderung verschaffen, ohne seinen Körper mit Medikamenten zu belasten: So sollte er zum Schlafen sich auf mehrere Kissen betten oder das Kopfende des Bettes mit Hilfe von Holzklötzen oder Büchern aufbocken (10 -15cm). Eine erhöhte Schlafposition des Kopfes sorgt, wie bereits oben erwähnt, dafür, dass nicht mehr soviele Magensäfte in die Speiseröhre zurück laufen. Außerdem sollte man sich angewöhnen, auf der linken Seite zu schlafen, da sich der Magenausgang auf der rechten Seite befindet und hier ebenfalls das Eintreten der Magensäfte in die Speiseröhre vermindert werden kann. Auch Bücken sollte aus diesem Grund vermieden werden.
Bei Übergewicht kann Gewichtsverlust dazu beitragen die Symptome zu lindern. Beengende Kleidung oder Accsessoires wie Gürtel sollten vermieden werden, da sie die betroffenen Organe zusätzlich belasten.
Ist die Umstellung der Lebensgewohnheiten nicht mehr erfolgreich, kann auf eine medikamentöse Behandlung zurückgegriffen werden, die darauf abzielt, die Aktivität der Magensäure einzudämmen sowie den unteren Speiseröhrenschließmuskel (LES) zu stärken. Die bekanntesten Medikamente zur Säurehemmung und zur Ausschaltung des Enzyms Pepsin sindAntazida (säurebindende Medikamente), Protonenpumpeninhibitoren (Blockieren die Produktion von Magensäure) und H2-Blocker (Säurehemmer).
Die meisten der gängigen Medikamente gegen GERD können starke Nebenwirkungen hervorrufen und sind daher verschreibungspflichtig.
Sollte auch eine medikamentöse Behandlung nicht anschlagen, kann als letzte Schritt ein chirurgischer Eingriff vorgenommen werden (laparoskopische Fundoplicatio). Während einer Bauchspiegelung (Laparoskopie) wird ein Teil des Magens zum Teil um die untere Speiseröhre gewickelt (Fundoplicatio). es handelt sich hierbei um einen minimal invasiven Eingriff.
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