Die Speiseröhre (Oesophagus)
Die Speiseröhre (latinisiert Oesophagus, eingedeutscht auch Ösophagus) ist nach dem Mund der vorderste Teil des Verdauungstraktes und ist die Verbindung zwischen dem Mund/Rachenraum und dem Magen.
Sie liegt hinter der Luftröhre direkt vor der Wirbelsäule und ist bei erwachsenen Menschen ca. 35-40cm lang. Man unterscheidet drei Abschnitte, in die die Speiseröhre eingeteilt wird, den Halsabschnitt (pars cervicalis: bis zum Eintritt im Thorax), den Brustabschnitt (pars thoracica: bis zum Zwerchfell ) und den Bauchabschnitt (pars abdominalis: bis zur Kardia). Die Speiseröhre weist drei Engen auf, die sich alle in den oberen zwei Abschnitten befinden: der Ösophagusmund, die Aortenenge, die durch die Kreuzung des Aortenbogens zustande kommt, sowie die Zwerchfellenge, die an der Stelle gebildet wird, an der die Speiseröhre das Zwerchfell durchdringt, auch Kardia genannt.
Entsprechend dem allgemeinen Aufbau des Verdauungstrakts wird die Speiseröhre innen vollkommen mit einer gefalteten Schleimhaut (Mucosa) bedeckt, die aus mehreren Schichten besteht. Zu oberst liegt die Epithelschicht (Lamina epithelialis mucosae), der eine Stützschicht aus Bindegewebe folgt und auf der eine epitheliale Muskelschicht (lamina muskularis mucosae) als äußerste Schicht ruht. Umgeben und geschützt wird dieses fragile Gebilde von einer weiteren Muskelschicht, einer Art Muskelschlauch (Tela muscularis), dessen Muskelfasern außen längs und innen quer verlaufen.
Funktion
Der Schluckvorgang wird durch die willkürliche Muskulatur des Mundbodens eingeleitet. Anschließend wird die Nahrung dank der unwillkürlichen Tätigkeit der Schlundmuskulatur in die Speiseröhre transportiert. Gleichzeitig kommt es zu einer reflektorischen Sicherung der Atemwege wodurch verhindert wird, das Speiseanteile in die Luftröhre gelangen.In der Speiseröhre wird der Nahrungsbissen durch abgestimmte Kontraktionsbewegungen (Peristaltik) der Längsmuskulatur zur Weiterverarbeitung in den Magen geführt.
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